GOTS-zertifizierte Baumwolle vs. konventionelle Baumwolle

Die Verwendung von zertifizierter Bio-Baumwolle (GOTS) ist aus vielerlei Gründen wichtig und unterscheidet sich deutlich in Anbau und Verarbeitung von konventioneller Baumwolle, welche häufig irreführend mit "Oekotex" zertifiziert ist und den Anschein von ökologischer Baumwolle macht. Was den Unterschied macht und wieso es für Naturtuch keinen Kompromiss gibt, wird hier zusammengefasst.




Konventionelle Baumwolle - kurz gefasst

  • Monokulturen lassen die Böden ermüden und werden deshalb mit hohen Mengen an Düngemitteln behandelt
  • Monokultur  erzeugt einfache Schädlingsvermehrung, es kommen grosse Mengen an giftigem Pflanzenschutzmittel  zum Einsatz (pro Saison Saison 14 - 30 Mal)
  • Damit die Pflanzen besonders grosse Fruchtbäusche bilden, wird künstlich bewässert
  • Genetisch manipuliertes Saatgut, das von Pharmakonzernen verkauft wird (für gentechnisch veränderte Baumwolle besteht keine Kennzeichnungspflicht. Nur Baumwolle aus dem ökologischen Anbau ist verlässlich frei von Gentechnik).
  • Starke gesundheitliche Belastung der Arbeiter mir hohen Risiken
  • Fehlender Arbeitsschutz, geduldete Kinderarbeit, Ausbeute von Frauen
  • Chemische Nachbereitung der Baumwolle mit einer erheblichen Anzahl von Chemikalien
  • Bleichverfahren mit Chlorverbindungen verursachen stark giftige Dioxine
  • Azo- und Benzidinfarbstoffe gelten als krebserregend und sind in Deutschland verboten, kommen in Niedriglohnländern weiterhin zum Einsatz.

 Oeko-Tex

Oeko-Tex überprüft Textilfasern auf die wichtigsten Schadstoffe. Laut eigener Angaben weit über der gesetzlichen Norm. Die Liste ist jedoch sehr kurz und recht wenig einsichtig. Bei dem Vergleich mit den umfassenden Richtlinien von GOTS, wird gut ersichtlich, dass es sich um ein beschränktes Prüfverfahren handelt, das soziale Kriterien und Anbauverfahren vollkommen ausklammert.

Die Schadstoffprüfungen umfassen:

  • Gesetzlich verbotene und kontrollierte Substanzen (Azo-Farbmittel, Formaldehyd, Pentachlorphenol, Nickel)
  • Chemikalien, deren gesundheitsschädliche Wirkung bekannt ist (die jedoch keiner gesetzlichen Kontrolle unterliegen)
  • Parameter zur Gesundheitsvorsorge
  • Wichtige gesetzliche Reglementierungen 

GOTS-zertifizierte Baumwolle

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist der weltweit führende Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette sowie einzuhaltende Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette. 

 

Anbau

  • Verbot von gentechnisch verändertem Saatgut.
  • Einsatz von schützenden Pflanzen wie Chili, Knoblauch, etc..sowie Fangpflanzen, welche Schädlinge anziehen und die Baumwolle vor den Schädlingen zu schützen.
  • Anstelle von giftigen Herbiziden zur Unkrautbekämpfung wird per Hand oder mittels Geräten gejätet
  • In erster Linie werden erneuerbare Ressourcen in lokal organisierten landwirtschaftlichen Systemen genutzt, um so wenig wie möglich auf nicht erneuerbare Ressourcen zurückzugreifen.
  • Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und Verhinderung der Bodenerosion.

 

Verarbeitung der Fasern 

  • Alle chemischen Zusätze (z.B. Farbstoffe, Hilfsmittel und Prozesschemikalien) müssen vor dem Einsatz geprüft werden und die Grundanforderungen bezüglich Toxizität und biologischer Abbaubarkeit/Eliminierbarkeit erfüllen.
  • Die Verwendung synthetischer Schlichtemittel ist beschränkt; Öle für Strick- und Webmaschinen dürfen keine Schwermetalle enthalten.
  • Bleichmittel müssen auf Sauerstoff basieren (keine Chlorbleiche).
  • Azofarbstoffe, die karzinogene Aminverbindungen freisetzen, sind verboten.
  • Ätzdruckverfahren, die aromatische Lösungsmittelenthalten und Plastisol-Druckverfahren, die Phthalate und PVC verwenden, sind verboten.
  • Nassveredlungsbetriebe müssen vollständige Protokolle über die eingesetzten Chemikalien, den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abwasseraufbereitung einschließlich Klärschlammentsorgung führen. Das Abwasser aller Nassveredlungsbetriebe muss in einer zweckdienlichen Abwasserkläranlage aufbereitet werden.

Die sozialen Kriterien

Alle Verarbeiter und Hersteller müssen soziale Kriterien auf der Grundlage der Kernnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erfüllen. Sie müssen in diesem Zusammenhang über ein Soziales Managementsystem verfügen, das die Einhaltung der sozialen Kriterien sicherstellt. Dazu zählen:

  • Freie Wahl der Beschäftigung
  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen werden geachtet
  • Die Arbeitsbedingungen sind sicher und hygienisch
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Mindestlohn
  • Keine übermäßige Arbeitszeit
  • Keine Diskreminierung
  • Reguläre Beschäftigung
  • Verbot von grober oder inhumaner Behandlung 

Ganzheitlicher Umweltschutz

  • Alle Betriebe müssen über ein eigenes Umweltschutzprogramm mit Zielvorgaben und -verfahren verfügen, um Abfälle und Abwässser zu minimieren.
  • Das Verpackungsmaterial darf kein PVC enthalten. Alle aus Papier oder Pappe bestehenden Verpackungsmaterialien, Hängeetiketten, Banderolen, etc. müssen entweder gemäß FSC oder PEFC zertifiziert oder recycelt sein.

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